Kann man Koreanisch alleine lernen?

Gesicht von Yvonne Kuntemeier

Kurz Gesagt: Ja man kann! Mit der enprechenden Motivation und den richtigen Quellen, kann man Koreanisch durchaus alleine lernen. 

Gerade Berufstätigen Menschen, fehlt oft die Zeit einen Kurs zu machen oder sich intensiv mit der Sprache auseinander zu setzen. Schüler, die kein Abitur haben und deshalb kein Koreanistik Studium anfangen können. All diese Leute brauchen nur den richtigen Lernplan und eine Portion Motivation. 

 

Der Anfang

Ich möchte euch kurz erklären, wie es dazu kam, dass ich Koreanisch angefangen habe zu lernen. Angefangen hat alles mit Japanischen Dramen. Ich war in meiner Teenager zeit total vernarrt in Japan und hatte noch gar kein Interesse an Korea. Nach einem 48 Stunden Japanischem Drama Marathon hatte ich nichts mehr zum anschauen und musste mich neuorientieren. Also habe ich angefangen Koreanische zu schauen, die mich auch schnell in ihren Bann gezogen hatten. In einer sehr gelangweilten Zeit in 2015 , beschloss ich aus Spaß das Koreanische Alphabet zu lernen, was ich innerhalb eines Wochenendes dann konnte. Danach war es das aber auch für 1 1/2 Jahre. 

Als ich dann 2016 im Sommer nach Berlin zog, traf ich meinen ersten Tandempartner Hyeogeun (viele grüße an dich, wenn du das liest!). Leider musste ich schnell feststellen, dass ich neben meiner Ausbildung und dem Teilzeitjob am Wochenende kaum Koreanisch lernen konnte. Also vergingen nochmal 2 Jahre ohne dass ich die Sprache verbessern konnte. Das alles hat sich dann geändert als ich meinen ersten Vollzeitjob angefangen habe. Jetzt fragt ihr euch sicherlich: Aber bei einem Vollzeitjob hat man doch genauso wenig Zeit? Ja das stimmt, aber durch den Job bin ich organisierter geworden und habe angefangen mir jede Woche einen Lernplan zu erstellen. Außerdem habe ich zur selben Zeit die Flashcard-App ANKI kennengelernt. Diese beiden Dinge in Kombination haben mich so viel weiter gebracht. 

Ab Herbst 2018 habe ich 3x die Woche für 2 Stunde gelernt und am Wochenende Tandempartner getroffen. Schnell war ich total überfordert und habe mir selbst so ein Druck gemacht, sodass ich nur noch prokrastiniert und am Ende nichts für ganze 2 Monate gemacht habe. Irgendwann verstand ich, dass ich lernen sollte, wenn ich Lust dazu habe und keinen stressigen Arbeitstag hatte. Das konnte auch bedeuten für 2 Wochen mal nicht zu lernen, aber danach wiederum für 1 Woche durchgehend zu lernen. 

Ich erstelle weiterhin Lernpläne für die Woche, aber ich halte keinen Tag fest. D.h. wenn ich z.B. eine neue Grammatik Endung lerne, nehmen wir mal „können“, dann nehme ich mir verschiedene Aufgaben vor.

 

Hier ein paar Beispiele:

1. Sätze aufschreiben mit der Endung „können“

2. In der Anki App Vokabel wiederholen und neue hinzufügen

3. Mit meinem Tandempartner die Endung „können“ + neue Vokabel sprachlich lernen

 

Seitdem ich das so handhabe, bin ich viel weiter vorangekommen. Zwar in einem sehr langsamen Rythmus, aber ich gebe nicht auf, finde meine Motivation immer wieder neu und lerne weiter. Was ich euch eigentlich damit sagen will: Nicht aufgeben! Jeder fällt mal hin, das wichtige ist nur wieder aufzustehen und weiterzumachen. 

Mittlerweile bin ich auf dem LvL B1. Die Ganze Grammatik habe ich mir selber durch Bücher und Webseiten beigebracht. Vokabel habe ich mit der ANKI App gelernt. Hierzu habe ich mir die 1000 wichtigsten Wörter im Internet rausgesucht und eigene Flashcards dazu angefertigt. Ich bin keine schnelle Lernerin und brauch auch mal über 1 Monat für einen grammatik Teil. 

Dein größten Feinde werden sein:

Demotivation: Dadurch, dass du keinen Lehrer hast und somit auch keine Hausaufgaben, gerät man schnell in den Modus „ich lerne einfach morgen“. Umso öfter man das Lernen aufschiebt umso eher passiert es , dass man gar keine Motivation mehr findet.

 

Überforderung: Stell dir vor, du willst eine neue Sprache lernen, aber weißt nicht wo du anfangen sollst? Das Gefühl hatte ich so gut wie immer, wenn ich mich hingesetzt und mir gesagt habe „jetzt lernst du!“. Geholfen haben mir hier meine Lernpläne.

 

Verwirrtheit: So gut wie in jeder Sprache gibt es Ausdrücke und Wörter, die dir nur ein Muttersprachler erklären kann. Wem kannst du also fragen, wenn du mal nicht weiterkommst? Hier empfehle ich dir Tandempartner oder die App italki.  

Yvonne Kuntemeier

Gründerin von Blogibon

 

Teilt gerne ihre Erfahrung mit der Koreanischen Sprache, Kultur und Kosmetik. Ihr Name wird in der koreanisch Sprache als Ibon ausgesprochen, daher kommt der Name Blog-Ibon.

 

Sie kocht leidenschaftlich koreanisches Essen seit 2017 und entschloss sich den Blog zu eröffnen als ihr eigenes online Rezeptbuch. Daraus wurde aber schnell mehr und ehe sie sich versah, tauchten viele Rezepte als Rich-Suchergenbisse in der Google Suche auf.

 

Nebenbei ist sie ein großer Fan von koreanischen Beauty Produkten sowie Fashion.

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